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23. Mai 2024 | Alexander Schorsch
Lesezeit: 5 Minuten

Der innere Kritiker: so gehst Du mit ihm um

Dein Guide um Selbstzweifel zu überwinden

Autor: Alexander Schorsch | Veröffentlicht: 27. Mai 2024 | Lesezeit: 5 Minuten

Wir kennen sie alle. Die eigenen kritischen Gedanken. “Ich kann das nicht.”, “immer geht alles geht schief.” oder “Immer mache ich alles falsch!”.

So oder so ähnlich äußert sich unsere innere kritische Stimme, die in der Psychologie einen Namen hat: der innere Kritiker.

​In diesem Artikel erfährst Du, wie Du mit ihr umgehst, woher sie stammt und wie Du sie sogar für dich nutzen kannst.

Den inneren Kritiker überwinden - das Wichtigste in Kürze

1. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft basiert der innere Kritiker auf negativen Glaubenssätzen, die wir im Laufe unseres Lebens aufgenommen haben. Er ist nichts weiter als Gedanken, die nicht mehr aktuell sind.

2. Der erste Schritt, um ihn zum Schweigen zu bringen ist es, ihn wahrzunehmen.

3. Als Nächstes findest Du heraus, aus welchen limitierenden Glaubenssätzen diese Gedanken entstanden sind & formulierst konstruktive Glaubenssätze, die den alten & nicht mehr aktuellen Glaubenssätzen widersprechen.

4. Anschließend findest Du Beweise für diese neuen Glaubenssätze. 

5. Dann fehlt nur noch ein Schritt: trete in Aktion und beweise ihnen, dass dieser kritischen Stimme, dass sie falsch liegt. Je öfter Du ihr durch deine Taten widersprichst, desto stiller wird sie.

Was ist der innere Kritiker?

Wir alle haben einen inneren Kritiker und nach aktuellem Stand der Psychologie wird davon ausgegangen, dass diese negative Stimme im Kopf von negativen Glaubenssätzen stammt, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben.

Das bringt die erste gute Nachricht mit sich:
Glaubenssätze lassen sich ändern. Immer, wenn Du auf diese innere kritische Stimme stößt, bedeutet es, dass Du in der Nähe einer neuen Wachstumsmöglichkeit bist.

innerer kritiker
innerer kritiker

Was sind typische Sätze des inneren Kritikers?

Du kennst sie wahrscheinlich zu gut. Vor allem, wenn Du deine Komfortzone verlässt, große Entscheidungen triffst oder wichtige Aufgaben anstehen kommt oft eine gedankliche Stimme die etwa folgende Sätze von sich gibt:

  • ​"Das kann ich doch eh nicht."
  • ​"Das wird nicht klappen."
  • ​"Ich weiß nicht wie das geht." 
  • ​"Was sollen die anderen über mich denken?"

Es sind also Gedanken des Selbstzweifels und der Selbstkritik. Nicht in Schach gehalten haben sie negativen Einfluss auf unser Selbstbewusstsein und können uns selbst im Weg stehen.


​Oft sind dies jedoch nicht deine eigenen Gedanken, die Du mit dieser Stimme vernimmst…

Woher kommt der innere Kritiker?

Die Entstehung dieser Stimme beginnt in den frühen Jahren der Kindheit.

Als Kind erhalten wir für Verhalten, welches gern gesehen ist Lob und Anerkennung. Ist das Verhalten fehl am Platz sieht es jedoch anders aus. Ermahnungen oder Strafen sind die Konsequenz. Dort entstehen die ersten Samen der Stimme, die wir heute als den inneren Kritiker wahrnehmen können. “Du kannst das nicht.” hörten wir als Kind nur allzu oft.

​Um uns vor diesen unangenehmen Erfahrungen zu schützen, haben wir eine Strategie entwickelt. Eine innere Stimme, die uns sagt, wann etwas “nicht richtig” ist, wann wir etwas “nicht können”, usw.. Schließlich fangen wir an, an diese einschränkenden Aussagen zu glauben.

Das ist die Geburtsstunde des inneren Kritikers.

Nun zur nächsten guten Nachricht: Das Erwachsenen-Ich ist diese Aussagen nicht schutzlos ausgeliefert. Wir haben selbst in der Hand, an was wir glauben. Und das können wir selbst auch ändern, wenn wir merken, dass unser Glaube nicht förderlich ist.

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So überwindest Du den inneren Kritiker

Im folgenden findest Du einen 4-Schritte Prozess, um deinen inneren Kritiker zu überwinden. Ich empfehle dir, sie mit einem Blatt und Papier zu machen, um den Effekt der Übung noch weiter zu verstärken.

1. Nimm ihn war

Erinner dich an eine Situation, in der Du diese kritische innere Stimme wahrnehmen konntest. Hast Du eine Situation? Dann nimm jetzt wahr, was er zu dir gesagt hat. Was waren die Worte, die er durch deine Gedanken gesagt hat? Schreibe sie auf.

2. Überlege dir, woher diese Stimme kommt

Welche Glaubenssätze könnten hinter diesen Aussagen stecken? Notiere dir alle Glaubenssätze, die dir in den Sinn kommen. Diese können zum Beispiel lauten: “Ich bin nicht sportlich."

3. Gestalte deine Glaubenssätze neu

​Formuliere nun förderliche Glaubensätze, die den Platz dieser ausgedienten Glaubenssätze einnehmen. Suche dir nun Beweise aus deinem Leben, die diese Glaubenssätze untermauern. Beispiel: „Ich bin sportlich.“

Hinweis zur Glaubenssatzarbeit: bei der Glaubenssatzarbeit ist es wichtig, neue Glaubenssätze zu formulieren, die positiv formuliert sind und an die Du wirklich glaubst. So kannst Du in diesem Beispiel den Glaubenssatz zunächst wie folgt formulieren: „Ich bin sportlich, wenn ich will.“

Sollte es dir schwer fallen, Beweise für deinen neuen Glaubenssatz zu finden, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Du erschaffst dir neue Beweise (z.B. in dem Du einer sportlichen Tätigkeit nachgehst)
​2. Du visualisierst eine Situation, wie Du nach diesem Glaubenssatz lebst und nimmst war, wie Du dich in dieser Situation fühlst (unser Gehirn kann nicht zwischen einem echten & vorgestellten Erlebnis unterscheiden, wenn die Visualisierung gut durchgeführt wird)

4. Weise deinen inneren Kritiker in die Schranken

Wenn Du nun weißt, dass deine inneren Stimmen nichts weiter als die „Geister der Vergangenheit“ sind, sie wahrscheinlich nicht mal deine eigenen Gedanken sind, dann kannst Du trotz dieser Gedanken in Aktion treten und ihnen beweisen, dass sie falsch liegen.

​Dieser ist zwar sehr simpel, löst sie jedoch in Luft auf. Die größte Hürde dabei ist es, einmal „Fahrt aufzunehmen“ und in Aktion zu treten. Hast Du einmal Momentum aufgenommen, so lässt Du die inneren negativen Gedanken schnell hinter dir - oder nimmst sie überhaupt nicht mehr wahr.

Fazit - Wie bringe ich den inneren Kritiker zum Schweigen?

Hier noch einmal das Wichtigste in Kürze:

Der innere Kritiker basiert auf negativen Glaubenssätzen, die wir im Laufe unseres Lebens aufgenommen haben. Er ist nichts weiter als Gedanken, die nicht mehr aktuell sind.

Der erste Schritt, um ihn zum Schweigen zu bringen ist es, ihn wahrzunehmen.

Als Nächstes findest Du heraus, aus welchen limitierenden Glaubenssätzen diese Gedanken entstanden sind & formulierst konstruktive Glaubenssätze, die den alten & nicht mehr aktuellen Glaubenssätzen widersprechen.

Anschließend findest Du Beweise für diese neuen Glaubenssätze.

Und dann fehlt nur noch ein Schritt: trete in Aktion und beweise ihnen, dass dieser kritischen Stimme, dass sie falsch liegt.

Je öfter Du ihr durch deine Taten widersprichst, desto stiller wird sie.

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Über den Autor

Alexander Schorsch ist Gründer von alexanderschorsch.com, einer Lernplattform, die Dir dabei hilft, deine beste Version zu werden, deine Berufung zu finden und sie zu ausleben.

​In den letzten 5 Jahren hat er als Coach hunderte Klienten in Einzel- und Gruppensitzungen betreut und mit seinen Inhalten hunderttausende von Menschen erreicht.

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